06.02.2020 / 14:00 Uhr

 

Schon über 1000 Optiker sind digital:
s.i.g. mbH ist Implementierungs-
partner von ZEISS.


zeiss












Vom Screening des Sehvermögens über die objektive und subjektive Refraktion bis hin zur Brillenglaszentrierung unterstützt ZEISS den kompletten Beratungsprozess des Augenoptikers – und das durch- gängig digital. Für die Installation der Systeme und vor allem der digitalen Infrastruktur beim Augenoptiker vor Ort ist seit Sommer letzten Jahres das Neu-Ulmer IT-Haus s.i.g. zuständig. Mittlerweile wurde bereits der 1.000ste Einsatz für Zeiss beim Augenoptiker durchgeführt.

 

„Machen Sie Ihre Leistung sichtbar“, fasst Peter Henrik Koch, Produkt- und Verkaufsmanager bei der Carl Zeiss Vision GmbH, den wesentlichen Vorteil des digitalen Beratungsansatzes zusammen. Dieser zeigt sich darin, dass der Optiker über seinen Tablet-PC drahtlos auf sämtliche Informationen aus den einzelnen Systemen zugreifen und dem Kunden aufzeigen und erklären kann, was er untersucht hat und wie die Ergeb- nisse aussehen. „Die Digitalisierung sorgt hier erstmals für volle Trans- parenz. Das ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für den Optiker. Denn er kann nun dem Kunden einfach und nachvollziehbar erklären, was er getan hat, und vor allem warum“, betont Peter Henrik Koch.

Auch das lokale Netzwerk muss funktionieren
Dazu muss aber die digitale Infrastruktur beim Augenoptiker richtig aus- gelegt sein. Nicht selten stellt das eine Herausforderung dar, denn bei vielen Optikern genügt diese oft nur Mindestanforderungen. Meist ist zwar WLAN vorhanden, doch vielfach ist nur ein Standard-Router im Einsatz. Auch die weiteren Netzwerkkomponenten sind oftmals eher am unteren Leistungsspektrum angesiedelt. Wird nun beispielsweise ein modernes System für die Brillenglaszentrierung wie das VISUFIT 1000 von ZEISS installiert, kommt das lokale Netzwerk schnell an seine Gren- zen, da es nicht nur Bilddaten, sondern auch Videos übertragen muss. Die Techniker, die die Systeme vor Ort beim Kunden implementieren, verfügen daher über ein breites Knowhow. Um die Systeme effektiv zu nutzen, wird ein spezieller Server installiert und die vorhandene IT-Infrastruktur optimiert. „Natürlich werden die Optiker schon im Verkaufsprozess über die IT-technischen Anforderungen informiert. Das bedeutet aber nicht, dass zum Installationstermin alles so umge- setzt ist, wie es sein sollte. Und dann muss der Techniker wissen, wie er dennoch alles zum Laufen bringt“, erklärt Koch.

Gemeinsames Dashboard sorgt für Transparenz
Mit s.i.g. mbH hatte Carl Zeiss Vision schon in der Vergangenheit erfolg- reich zusammengearbeitet. Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem Neu-Ulmer IT-Haus erhielt s.i.g. mbH auch bei diesem Rollout erneut den Zuschlag. Um einen reibungslosen und vor allem wirtschaftlichen Installationsprozess zu sichern, wurde ein eigener Prozess aufgebaut, bei dem ZEISS und s.i.g. Hand in Hand arbeiten können. „Das Ziel war es, die Abläufe möglichst schlank zu halten und gleichzeitig für Transparenz zu sorgen, damit alle Beteiligten immer genau wissen, wie der aktuelle Bearbeitungsstand der einzelnen Aufträge aussieht“, erläutert Bernd Garni, der verantwortliche Projektleiter der s.i.g. mbH System Informations Gesellschaft mbH. Über ein eigenes Ticketsystem werden die Aufträge bei ZEISS erfasst und an s.i.g. übermittelt. Ein wichtiger Faktor ist die Tourenplanung. Da Optiker in ganz Deutschland, Österreich und Luxemburg beliefert werden, kommt es darauf an, die einzelnen Aufträge so zu bündeln, dass die zurückzulegenden Strecken möglichst kurz sind und so mehrere Aufträge pro Tag abge- wickelt werden können. Da der Lagerraum bei s.i.g. in Neu-Ulm be- grenzt ist, werden die Geräte von ZEISS jeweils „just-in-time“ geliefert, so dass sie höchstens eine Woche zwischengelagert werden müssen. Noch enger ist die Taktung bei Ersatzlieferungen: Hier muss ein defektes Gerät innerhalb von zwei bis drei Tagen ausgetauscht werden können. „Über ein zentrales Dashboard sehen alle Prozessbeteiligten welche Termine anstehen, welche Aufträge offen und welche bereits erledigt sind. Derzeit denken wir über eine direkte Anbindung an das Salesforce-CRM von ZEISS nach, um so die Informationsflüsse noch durchgängiger zu gestalten“, so Garni. Bei aller Digitalisierung sind bei der Einrichtung der Systeme aber nicht selten auch Improvisations- talent und handwerkliches Geschick gefragt. „Die Einbausituation beim Augenoptiker vor Ort entspricht oftmals nicht dem, was wir uns idealtypisch vorstellen. Deswegen müssen die s.i.g.-Techniker auch mit Schraubenzieher und manchmal mit der Bohrmaschine umgehen können, wenn es um die Aufstellung der Geräte oder die Installation der dazugehörigen Technik geht.“ erläutert Peter Henrik Koch.

Schritt in die digitale Zukunft
Für Koch ist die digitale Abbildung der Prozesse erst der Anfang: „Heute stärken die Augenoptiker mit den digitalisierten Zeiss Systemen Ihre Beratungsqualität und damit das Einkauferlebnis ihrer Kunden. Spannend ist das zukünftige Potential der Digitalisierung: die Daten werden untereinander korrespondieren und selbstständig Abweichungen erkennen können. So könnten Schäden und Erkrankungen im Auge künftig früher erkannt werden und an einen Arzt überwiesen werden können,“ so seine Vision für die Zukunft.

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